Das Schulfach schlägt die Brücke zwischen klassischem Unterricht und gesellschaftlichem Engagement
Ziel des Schulfaches ist es, die theoretischen Inhalte aus den Fächern Gemeinschaftskunde und Ethik nicht nur im Klassenzimmer zu belassen, sondern sie für die Jugendlichen praktisch erfahrbar zu machen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, welche Verantwortung der Einzelne gegenüber der Gesellschaft trägt und wie diese aktiv wahrgenommen werden kann.
Mit den Johannitern Menschen aktiv in Gefahrensituationen helfen können
Samanta hat sich für die „Johanniter-Unfallhilfe e.V.“ entschieden, da sie dort lernt, wie sie aktiv Menschen in Gefahren- und Notsituationen helfen kann. Einen Notfall so gut wie möglich durch Training vorzubereiten und dann besonnen zu reagieren – das ist eine Herausforderung, für die sie sich interessiert.
Nicht nur die praktische Tätigkeit findet Samantha gut, sondern auch im Team fühlt sich Samantha wohl. Besonders von ihrem Mentor während des Praktikums – und Bereichsleitung für Bildung- Udo Hornhauer lernte sie viel. Über Erste Hilfe – aber auch die vielen kritischen Situationen im Arbeitsalltag und wie man auch emotional am besten damit umgehen kann.
Praktikum als „Herzstück“ der Projektarbeit
Das Praktikum, das einmal wöchentlich am Nachmittag sattfindet, verbringen die Jugendlichen in einer sozialen oder sozial-ökologischen Einrichtung. Die praktische Erfahrung endet jedoch nicht mit der Rückkehr in die Schule. Die Schüler:innen bereiten die Zeit intensiv vor und sind dazu angehalten, ihre Erlebnisse in einem detaillierten Lernbericht festzuhalten und kritisch zu reflektieren. Den Abschluss des Projekts bilden Präsentationen, in denen die Teilnehmenden ihre persönlichen Erkenntnisse vorstellen und gemeinsam mit der Klasse auswerten.
Timotheus Böhme, der Fachlehrer für die Fächer „Soziale Verantwortung“ berichtet von den Erfahrungen der vergangenen Jahre so: „Für die meisten Schüler:innen ist es eine Herausforderung regelmäßig in einem sozialen Bereich zu „arbeiten“. Der Respekt vor Menschen, die das beruflich machen wächst und es kristallisiert sich da bereits heraus, wer später in einem sozialen Beruf arbeiten möchten.“
Samantha hat ihre Berufung gefunden und ist weiterhin engagiert – auch einige andere Jugendliche bleiben ihren Praktikumsbetrieben nach dem Schuljahr treu. Für alle anderen ist es eine besondere Erfahrung – darüber sind sich alle einig.